Bei Karate werden nicht nur Muskeln und Techniken trainiert, sondern der Körper als Ganzes und damit wird auch der eigene "Geist" auf Vordermann gebracht. 
Karate ist ein Kampfsport, dessen Ursprünge bis etwa 500 n.Chr. zurückreichen und, der von chinesischen Mönchen, die keine Waffen tragen durften, aus gymnastischen Übungen zur Selbstverteidigung entwickelt wurde. Diese Kampfkunst galt auch als Weg der Selbstfindung und Selbsterfahrung. Auch heute noch spiegelt sich im Karate-Do die fernöstliche Philosophie wider. Übersetzt bedeutet ‘Karate-Do’ soviel wie ‘der Weg der leeren Hand’. Im wörtlichen Sinn heißt das, dass der Karateka (=Karatekämpfer) waffenlos ist. Das ‘leer’ (Kara) ist aber auch ein ethischer Anspruch: Der Karateka soll sein Inneres von negativen Gedanken und Gefühlen befreien, um immer angemessen handeln zu können. Im Training und im Wettkampf wird dieser hohe ethische Anspruch deutlich: Das entscheidende Ziel ist nicht Sieg oder Niederlage sondern vielmehr die Entwicklung und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit durch Selbstbeherrschung und Konzentration. Die Achtung des Gegners und Partners steht dabei an oberster Stelle... 
Kanryo Higashionna (1853-1916)
Lehrmeister von Chojun Miyagi Higashionna formte die Atemkata “Sanchin”

Aufgrund seiner vielseitigen Anforderungen an Körper und Geist ist Karate ein idealer Ausgleich zu den Anforderungen des Alltags: Der Karateka trainiert neben seiner Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit auch seine Körperbeherrschung, Selbstdisziplin und sein Verantwortungsbewußtsein gegenüber dem Partner. Mit Entspannungstechniken, Atemübungen und Meditation steigert er seine Konzentrationsfähigkeit und schult die eigene Körperwahrnehmung.
Und ganz nebenbei ist Karate eine sehr wirksame und praktische Art der Selbstverteidigung, bei der Kraft und körperliche Statur eine untergeordnete Rolle spielen. Wichtiger sind neben Schnelligkeit und Geschicklichkeit vor allem Gelassenheit. Nur wer bei einem Angriff nicht in Panik gerät, sondern seine Selbstbehauptung behält, kann sich sinnvoll verteidigen. Diese Aspekte machen Karate-Selbstverteidigung insbesondere auch für Frauen und ältere Menschen interessant. 
Chojun Miyagi (1888-1953)
Begründer der Stilrichtung Goju Ryu Einer der besten Schüler war Gogen Yamaguchi

Gogen Yamaguchi (1909-1989)
Er gilt heute als offizieller Nachfolger Miyagis in Japan. Sein Spitzname war "The Cat”.

Ob Ausgleichssport, allgemeine Fitneß oder Selbstverteidigung - Karate eröffnet allen Altersgruppen und Interessenlagen ein breites sportliches Betätigungsfeld und durch die Vielseitigkeit fördert Karate Gesundheit und Wohlbefinden. 
Fritz Nöpel (*1936), 9. Dan.
Schüler von Tomaharu Kisaki. Einer der Karatepioniere des Goju Ryu in Deutschland

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