Karate-Gürtelprüfung im April 2011

Karate-Gürtelprüfung im April 2011: Wer teilgenommen hat und noch viel wichtiger, wer alles bestanden hat, lest ihr in diesem Artikel. Darüber hinaus wird noch über Interessantes und Wissenswertes bezüglich Kyu (=Schüler)-Prüfungen und Dan (=Meister)-Prüfungen berichtet.


Prüfer Michael (Bildmitte) und Trainer Andi (rechts) mit "kyugeprüften" Karatekas!

Folgende Mitglieder der Abteilung Karate haben am 14. April 2011 unter den kritischen Augen unseres DKV-Prüfers Michael Jäckle an der Kyu-Prüfung teilgenommen:

  • Jan-Phillipp Geissel bestand die Prüfung zum 4. Kyu (2. Blaugurt - Vorstufe zu "braun").
  • Timo Zunft belegte die Prüfung zum 5. Kyu (1. Blaugurt).
  • Paul Weiske bestand die Gürtelprüfung zum 7. Kyu (Orangegurt).
  • Arne Pauschinger, Dennis Wächter, Chantal und Marla Bergemann sowie Kai-Uwe Wachtmeister meisterten den Gelbgürtel (8. Kyu).


Wir gratulieren allen Teilnehmern zur bestandenen Gürtelprüfung und hoffen, dass wir noch viele weitere Prüfungen sehen werden. Das wird aus unserer Sicht - sofern alle fleißig und vor allem mit Spaß weitertrainieren - mit Sicherheit der Fall sein!


Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen" diesen Spruch haben wir schon oft gehört. Doch bevor wir hier noch einmal auf den "Meister"-Begriff (im Dan-Bereich) eingehen, wird an dieser Stelle der Schüler (Kyu) -Bereich erläutert.

Um den Karateka zu Leistungen etwas anzuspornen und auch um die eigene Karateentwicklung besser abschätzen zu können, hat man das Kyu-System mit seinen 9 Stufen ( dabei gibt es 6 verschiedene Gürtelfarben) eingeführt. Früher gab es in Japan keine verschiedenen Gürtel, sondern der Meister hat nach vielen vielen Jahren seinem Schüler ( und er hatte nur sehr wenige, oft auch nur einen Einzigen) irgendwann einmal mitgeteilt: Du bist jetzt gut - nun bist Du Meister!

Heute durchlaufen die Karatekas zunächst die Unterstufe mit den Gürtelfarben weiß, gelb und orange. Hier werden überwiegend gestreckte Techniken mit den entsprechenden Distanzen zum Trainingspartner gezeigt.

In der Mittelstufe (6. - 4. Kyu) mit den Farben grün und 2x blau finden auch kürzere Trainingsdistanzen mit den entsprechenden kürzeren Angriffs- und Abwehrtechniken ihre Anwendung.

In der Oberstufe (3. -1. Kyu) ändert sich die Gürtelfarbe nicht mehr. Hier trägt man über 3 Prüfungen hinweg ein "modisches braun". In dieser Stufe sollte der Karateka in der Lage sein, auf allen Distanzen die dazu passenden Techniken anzuwenden.

Hinzu kommt, dass bei fortschreitender Karateentwicklung die Atmung den Techniken angepasst werden muss ( also bei kurzen Techniken die sogenannte "Abrissatmung") und auch die Körpermuskulatur in kürzester Zeit ein Maximum an Spannung (=Kime) erreicht.

Sind alle diese Stufen - hoffentlich mit Spaß und Stolz - durchlaufen, wird der Karateka in Dan-Lehrgängen mit jeder Menge Dan-Prüfungsvorbereitung für die schwierige Prüfung zum 1. Dan (Meistergrad) präpariert.

Obwohl Michael und ich uns bereits zum 3. Mal einer Dan-Prüfung (erfolgreich) gestellt haben, sind wir noch weit weg, uns auch wirklich "Meister" zu nennen. Der Begriff wird oft missverstanden, weil in unserer japanischen Sportart und demnach auch im japanischen Sinne unter einem Meister ein "Begleiter auf dem Weg" , dem vielgenannten "Do" verstanden wird. Wird dagegen nur die Technik an den Schüler weitergegeben, dann würde eher der europäische Begriff "Trainer" zutreffen. Ein Meister hingegen ist auf dem gleichen Weg wie sein Schüler, jedoch schon weiter und er kennt die Hindernisse auf diesem beschwerlichen aber auch höchst faszinierenden Weg. Wer ist bereit, diesen langen Weg - mit uns - zu gehen?

Andreas Eger


   
 
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